Archive for Oktober, 2007

Im Dialog mit Elissa

Mittwoch, Oktober 24th, 2007

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Ach so, Sie wollen Elissa kennenlernen? Elissa verbindet Gegensätze. Elissa – das ist weiche Sanftheit und kühle Eleganz. Innen Holz, außen Edelstahl. Elissa kann sogar scharf sein, so am Rande. Und sie zeigt in der Mitte ganz schön was her. Wir nehmen Kernholz dafür, das gibt diese schönen Muster. Und rissig darf es auch sein. Eben mit Charakter. Und -? Ja, sie macht sich gut auf dem Tisch oder der Kommode, aber auch an der Wand. Das ist Elissa. Zufrieden?

Und jetzt sind Sie noch neugierig, wie bei uns der Dialog aussieht? Sie dürfen einfach zuschauen. Also, fangen wir an mit Dialog: Würfelig, wendig, farbig – sogar knallig wie in diesem Fall, oder auch dezent-geschmackvoll aus schönem und edlem Holz. Kommt auch darauf an, wo der Dialog stattfindet. Ob draußen oder drinnen. Draußen heißt das: Wenn nur eine/r die Sonne im Gesicht mag, kann man trotzdem gut zusammensitzen. Wenn beide lieber die Sonne auf den Rücken brennen lassen, geht das genauso. Überhaupt sind die gegeneinander gestellten Lehnen das Signal für ein Zueinander. Eine Bank für Wechselfälle und Spiellaunen. Und ausbaubar: als Dreisitzer oder Viersitzer, als Zweisitzer mit Mitteltisch. Und bei den Farben gibt es – einfach zum Umkehren – eine Zweitversion.

Jenseitiges. Erfahrungen diesseits

Mittwoch, Oktober 24th, 2007

schlosshoehenried_tanzderengel.jpg Ein merkwürdiges Jahr: erst waren Teufel gefragt, dann wurde nach Engeln verlangt. Figuratives hat uns dank weiterer Anfragen mehr beschäftigt, als wir uns je vorgestellt hatten. Das Sortiment entwickelt sich in zwei Bahnen – nein, nicht Richtung Himmel oder Hölle! – sondern eher in sehr grafisch, reduziert, puristisch, auf geometrischen Grundformen aufbauend, und in eine konkretere und dekorativere Variante mit Farblinien und figürlichen Anklängen.

Bei den Auftragsarbeiten ist es ähnlich: Neben der Qualität des Handwerklichen, für das Gerhard Link seit seinen Hauser-Zeiten bekannt ist, wird unsere Art der Edelstahlbearbeitung – und das heißt immer häufiger: die Art der Materialkombinationen und -verfremdung, wie das von Ingrid Röschlau entwickelt wird – nachgefragt.

Junges Design – oder?

Mittwoch, Oktober 24th, 2007

“Da hätte ich jetzt einen Jüngeren erwartet!” – so der erstaunte Ausruf eines Besuchers, der sich ausführlich unsere Präsentation angeschaut hatte. Besonders die Bank DIALOG und das Schalenobjekt ELISSA hatten es ihm angetan. Und: “Das sei als Kompliment zu verstehen” – versicherten die beiden beim zweiten Verweilen. Wir hatten viel Spaß und eine schöne Begegnung.

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“Schnee bis in die Niederungen” oder: In den Niederungen des ersten Schnees

Mittwoch, Oktober 24th, 2007

Der Wetterumschwung hatte sich ja schon Mitte letzter Woche angedeutet, als während der Geländermontage leichter Regen eingesetzt hatte und der Wind sehr herbstlich geworden war.

montage_luciogelaender.jpg Am Wochenende dann, am Starnberger See, war tatsächlich Schneeromantik angesagt: leicht überpudert empfing uns am Samstag das Alpenvorland, in der Sonne glänzten die Schneegipfel der Alpen. Eine frühe Kältekur am See; das hatten wir uns goldener gewünscht.

Am Starnberger See

Freitag, Oktober 12th, 2007

Nur noch acht Tage, dann beginnt die Ausstellung am Starnberger See! Die Objektlisten sind fertig – die Objekte noch nicht alle. Der Plan steht – die Materialien sind noch in der Mache. Beim Schreiner klemmt´s – aber noch greift der kleine Zeitpuffer. Und für uns, Gerhard Link und Ingrid Röschlau, wird die Woche wieder erstaunlich kurz sein.

> Schloß Höhenried in Bernried, 20. und 21. Oktober, 10 bis 18 Uhr
(zwischen Tutzing und Seeshaupt, gleich neben dem Buchheim-Museum)
> Sie finden uns in den Arkaden vom Innenhof

Licht und Schatten - Plastik von Angela Glajcar

“Konzentrationsschweißdreck”

Freitag, Oktober 12th, 2007

– so heißen die dunklen Streifen im Gesicht des Meisters. Hintergrund: Bei der Herstellung des 18teiligen “Geländer-Bildes” war absolute Konzentration angesagt. Nur das Schweißgerät, die Vorzeichnung und der Edelstahl durften eine Rolle spielen. Also – nicht einfach Dreck von schmutzigen Händen / Handschuhen, sondern Zeichen der konzentrierten Schweißarbeit. Eben “Konzentrationsschweißdreck”, was sonst!

Lyrische Ermutigung

Dienstag, Oktober 2nd, 2007

Mein Kalenderblatt zitiert zum 3. Oktober Robert Gernhardts Antwort von 1990 auf die Frage, was er von Deutschland erwarte und was er dem vereinten Land wünsche:

Deutsche! Frei nach Bertold Brecht rate ich euch, wählet recht:

Von den Zielen die wichtigen
Von den Mitteln die richtigen
Von den Zwängen die spärlichen
Von den Worten die ehrlichen
Von den Taten die herzlichen
Von den Opfern die schmerzlichen
Von den Wegen die steinigen
Von den Büchern die meinigen.

ach ja, von den werken die unsrigen! 

Edelstahl & Assoluto

Montag, Oktober 1st, 2007

Es geht auf den November mit seinen Totengedenktagen zu. Mag man bei der schönen Herbstsonne gar nicht glauben, aber auf den Friedhöfen herrscht schon Hochbetrieb. Das haben wir am Samstag gemerkt, als wir das von uns geschaffene Grabzeichen aufgestellt haben.

grabgaiselmann.jpg

Klein, für ein schmales Doppelgrab, und zweigliedrig, Edelstahl kombiniert mit Stein (Assoluto geledert).
Grabmale oder Grabzeichen (“Grabstein” verbietet sich bei Edelstahl) sind ein interessantes Thema. Es ist bereits das dritte, das wir realisiert haben, und mittlerweile haben wir schon einen Fundus an Skizzen und Formideen. Aber es muss ja zu den Menschen passen, zum Verstorbenen und zu denen, die ans Grab kommen, zu den Trauernden. Standardlösungen gibt es da bei uns nicht.